" D e i n L e b e n i s t d a s , w a s d e i n e G e d a n k e n d a r a u s m a c h e n . " (Marc Aurel)

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Wuppertal, den 31.08.2012

 

Es regnet. Das ist ja keine Seltenheit in Wuppertal. Aber das macht nichts. Denn auf Regen folgt ja bekanntlich immer Sonnenschein.

Manchmal regnet es auch mal ein bißchen mehr oder ein bißchen länger - aber was soll's? Was soll man sich ärgern?

Man kann das Wetter ja nicht ändern. Und wie heißt es so schön? Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung.

 

Als ich vor gut einem halben Jahr kurz nach meinem 30. Geburtstag die Diagnose Brustkrebs erhalten habe, war ich natürlich erst einmal ganz schön geschockt. Ok, "ganz schön geschockt" ist schon sehr gelinde ausgedrückt...

Es war kein kleiner Regenschauer. Es war, als hätte es aus heiterem Himmel mit einem Mal so runter geschüttet, dass der Boden unter meinen Füßen regelrecht wegschwimmen musste. Und das Schlimmste: der Regen wollte irgendwie gar nicht aufhören... So hat es doch ein ganzes Weilchen gedauert, bis ich endlich daran gedacht habe, dass ich mich doch mal lieber umziehen sollte. Was Wetterfestes muss her. Und zwar schnell. Keine Zeit verlieren!

 

Und so hab ich schon direkt in der Diagnosewoche zu meinem Freund gesagt, dass wir jetzt keinen Platz mehr für negative Gedanken hätten und jeglichen Pessimismus schleunigst aus unserem Leben verbannen müssten. "Das, was jetzt auf uns zukommt, schaffen wir nur, wenn wir BEIDE mit ganz viel Optimismus ran gehen." Und das haben wir gemacht. Wir haben uns unsere Optimismus-Capes übergeworfen, die Sorgen-Schirme gezückt und waren bereit für die unerwartete, plötzliche, neue Reise. Selbstverständlich waren wir aufgeregt - wer wäre das auch nicht bei "unerwartet" und "neu" ...und ach ja, bei "Krebs"? Aber irgendwie auch von viel positiver Energie erfüllt - denn es galt, eine sehr große Herausforderung Schritt für Schritt gemeinsam zu meistern.

 

Und bis jetzt ist uns das auch richtig gut gelungen. Denn wir haben dem Krebs nun zwar vor einer Woche den Inhalt meiner rechten Brust überlassen müssen - aber unsere Lebensfreude konnte er uns nicht nehmen! Nicht während der 6-monatigen Chemo, nicht während dem einwöchigen Aufenthalt hier im Krankenhaus und er wird sie uns auch nicht im Laufe der noch anstehenden Bestrahlung und Antihormontherapie nehmen können. Und so sitze ich heute an meinem Entlassungstag in meinem Genesungszimmer und kann trotz allem glücklich aus dem Fenster schauen - lustig übrigens: es hat gerade wieder aufgehört zu regnen.

 

Für die gesamte Behandlung sollte ich ca. 10-18 Monate einplanen und mein Leben für diese Zeit entsprechend umorganisieren - d.h. berufliche Auszeit, Urlaub stornieren und volle Konzentration auf die ärztliche Behandlung.

Ich überlegte, was ich machen könnte, um mir meine positive Energie zu bewahren, auch wenn es sicher früher oder später einmal Rückschläge geben würde. Wie geht es da eigentlich anderen Betroffenen? Sicherlich gibt es viele, die sich in so einer Situation schwer tun, überhaupt positive Gedanken zu sammeln. Und Moment mal... ich soll gar nicht mehr arbeiten? Als bekennender Workaholic ganz schön schwierig, ich arbeite doch so gerne! Und so kam mir ca. drei Wochen nach der Diagnose die Idee mit einer Spendenaktion zu Gunsten der Deutschen Krebshilfe in Verbindung mit einer Facebook-Fanseite zur Motivation während meiner gesamten Behandlungsdauer (siehe "Idee & Motivationsschreiben vom 13.03.2012"). Da ich mich selbst aufgrund der vielen günstigen Begleitumstände auch trotz meiner schweren Diagnose immer noch als Glückspilz sehe, lag der Projekt-Name "Glückspilz-Krebshilfe" nahe. Mein Glückspilz-Projekt bietet mir einen geeigneten Arbeitersatz, dem ich ganz flexibel je nach Wohlbefinden, Lust und Laune mal mehr, mal weniger Zeit schenken kann. Und ich habe das Gefühl, aktiv etwas für meine Heilung zu tun und so schneller wieder zurück in ein normales gesundes Leben zu finden.

 

Mittlerweile habe ich von so vielen Seiten derart positives Feedback zu meinem Glückspilz-Projekt und meinem kleinen Bilder-Tagebuch erhalten, dass ich hiermit gerne noch mehr Menschen mit meiner kleinen Geschichte Hoffnung schenken will. Ich will daran erinnern, wie wichtig es ist, stets optimistisch zu bleiben und dass es im Leben nicht darum geht, abzuwarten bis das Unwetter vorübergezogen ist, sondern darum, auch im Regen tanzen zu lernen. In diesem Sinne schicke ich euch allen ganz viele liebe Grüße! Und insbesondere an alle, die gerade noch ganz am Anfang Ihrer Krebsbekämpfung stehen: Du bist nicht allein! Auch du schaffst das!

 

 

Euer Glückspilzchen Michaela

 

 

 

Alle Glückspilz-Details findet ihr hier: Idee/Motivationsschreiben und FAQs